Besser kritisiert Ampelschaltung

Bürgermeister Klaus Besser kritisiert seit dem 7. April 2018 die Ampelschaltung an der Anschlussstelle Steinhagen an der Bielefelder Straße der am 4. April 2018 eröffneten A33. Die beteiligten Fachbehörden prüfen Änderungen. Seit 17. Mai ist die Ampelschaltung etwas verändert worden.

“Derzeit ist die Ampelanlage so geschaltet, dass Radfahrer und Fußgänger und auf die A33 abbiegende LKW und PKW gleichzeitig Grün haben. Das halte ich für sehr gefährlich für die schwächeren Verkehrsteilnehmer“, so Bürgermeister Klaus Besser.

Der Rad- und Gehweg an der Bielefelder Straße ist der am stärksten frequentierte Rad- und Gehweg in der Gemeinde und ein wichtiger Schulweg zu den Steinhagener Schulen und zum Bahnhaltepunkt Bielefelder Straße. Er kreuzt an zwei Stellen die Auf- und Abfahrten zur A 33. „Wenn ab 9. April die Osterferien zu Ende sind, wird der Verkehr deutlich zunehmen. Bei der jetzigen Ampelschaltung sind Unfälle vorprogrammiert. Radfahrer und Fußgänger müssen aus meiner Sicht eine separate Grünphase erhalten“, so Besser am 7. April.

Zuständig für eine Änderung ist die Straßenverkehrsbehörde ( Kreis Gütersloh) und der Träger der Straßenbaulast der Bielefelder Straße (Landesbetrieb Straßen NRW).

Am 25. April wurde die Tagesordnung des Ausschusses für Schulen, Jugend, Sport und Kultur auf Bitten der SPD- und der CDU-Fraktion erweitert um den Punkt Schulwegsicherheit. Der Bürgermeister hat inzwischen die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Gütersloh auf die gefährliche Situation hingewiesen.

Am Dienstag, 24. April 2018, berichtete der WDR in der Aktuellen Stunde über einen Verkehrsunfall in Köln, bei dem eine Radfahrerin in einer vergleichbaren Situation von einem abbiegenden LKW erfasst und tödlich verletzt wurde. Zu ähnlich tragischen Unfällen ist es in den letzten zwei Wochen auch in Berlin und Hamburg gekommen.

Am Donnerstag, 26. April beriet der Bundesrat über eine Gesetzesinitiative von fünf Bundesländern, Assistenzsysteme für LKW in Deutschland verpflichtend einzuführen, die LKW-Fahrer vor Fußgänger und Radfahrer im sogenannten Toten Winkel warnen. Die Landesregierung von NRW hat angekündigt, die Gesetzesinitiative zu unterstützen.

Die WDR Lokalzeit und WDR2 OWL berichteten am 25. April über die gefährliche Verkehrssituation in Steinhagen. "Bis Assistenzsysteme verpflichtend sind, muss aus meiner Sicht an der Anschlussstelle eine separate Grünphase für Radfahrer und Fußgänger geschaltet werden, um die Schulwegsicherheit zu gewährleisten", so Bürgermeister Klaus Besser.

Der Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Kultur beauftragte den Bürgermeister am 25. April 2018 einstimmig, die Schulwegsicherheit durch eine Änderung der Ampelschaltung zu gewährleisten und den Ausschussmitgliedern unverzüglich zu berichten. Auch der Ordnungs- und Umweltausschuss bekräftigte am 26. April 2018 einstimmig diese Forderung.

Die zuständigen Behörden prüfen derzeit, ob und wenn ja in welcher Weise eine Änderung erfolgen kann. Die Situation dürfte in Ostwestfalen-Lippe einmalig sein. "Täglich gibt es gefährliche Situationen, weil Radfahrern und Fußgängern die Vorfahrt genommen wird. Auch mir ist das bereits passiert", so Besser. Der Bürgermeister empfiehlt daher bis auf Weiteres, den Gefahrenpunkt zu meiden und stattdessen die Fuß- und Radwegeverbindung durch das Pulverbachtal zu nutzen.

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