Anträge zur OGS sorgen für Diskussionen

Mit Anträgen zur Prüfung der Kosten und Trägerschaft der OGS (Offenen Ganztagsgrundschule) haben CDU und FDP in Steinhagen für Diskussionen gesorgt. Bürgermeister Klaus Besser bezog dazu im Fachausschuss klar Position: „Ich halte die Diskussion für überflüssig“.

Seit vielen Jahren gibt es in den vier in Trägerschaft der Gemeinde Steinhagen stehenden Grundschulen Amshausen, Steinhagen, Laukshof und Brockhagen ein offenes Ganztagsangebot von 7 bis 17 Uhr auch in den Ferienzeiten. Trägerin der freiwilligen, vom Land bezuschussten Maßnahme, ist in Steinhagen der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt. 

In etlichen Städten und Gemeinden im Kreis Gütersloh, z.B. in Halle oder Harsewinkel, hat die Gemeindeprüfungsanstalt unabhängig vom Träger der Maßnahme - dies ist in Harsewinkel z. B. die Volkshochschule - die über dem Landesdurchschnitt liegenden Kosten kritisiert. Dies haben in Steinhagen CDU und FDP zum Anlass genommen, eine Prüfung zum Wechsel des Trägers und Reduktion der Kosten der OGS zu beantragen. Demgegenüber erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende in Harsewinkel gegenüber dem Westfalen-Blatt den Prüfbericht als „Gaga“.

Bürgermeister Klaus Besser hält die Diskussion für überflüssig. „Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation leisten sich viele Kommunen im Kreis Gütersloh eben ein besseres Bildungsangebot als in vielen anderen Teilen des Landes. Das ist auch in Steinhagen so. Ich bin stolz und glücklich, dass wir finanziell in der Lage sind, unsere Schulen, den Sport, aber auch unsere Kinder und Familien durch ein verlässliches, gutes und hochwertiges OGS-Angebot zu unterstützen. Das steigert die Lebens- und Wohnqualität in Steinhagen und führt zu gleichen und guten Bildungschancen“, so Besser.

Im Wesentlichen bestehen die Kosten der Arbeiterwohlfahrt aus Personalkosten für die eingesetzten Erzieherinnen und Sozialpädagogen, die eng mit den Schulleitungen und Lehrkräften, aber auch mit den Schulsozialarbeitern und Anbietern offener Angebote für Kinder und Jugendliche wie den Vereinen, den Kirchen und dem Haus der Jugend zusammenarbeiten. Diese Kosten könnten nur durch Verminderung des Personals, also eine Änderung des Betreuungsschlüssels (Verhältnis Kinder : pädagogischem Personal) oder eine Einschränkung der Öffnungszeiten erreicht werden. Die AWO ist zudem an die bestehenden Tarifverträge gebunden. Freie private Träger könnten sich auf Mindestlohn beschränken.

Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt berichtet jährlich im Fachausschuss über die Tätigkeit in der OGS und zeigt Erfolge aber auch Problemstellungen auf, zuletzt im Februar 2018 im Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Kultur (siehe Bürgerinformationssystem unter www.steinhagen.de ). Die Aufwendungen werden jährlich mit der Gemeinde abgerechnet, die ihrerseits einen strengen Verwendungsnachweis gegenüber dem Land wegen der Landeszuschüsse zu führen hat. Diese Verwendungsnachweise sind vor kurzem von der Gemeindeprüfungsanstalt und der Kommunalaufsicht des Landes geprüft worden. Der Prüfbericht enthielt keine wesentlichen Beanstandungen und wurde den politischen Gremien (Rechnungsprüfungsausschuss und Rat im September 2017) vorgelegt und kann ebenfalls im Bürgerinformationssystem eingesehen werden. 

„So kann jeder Steuerzahler nachvollziehen, wofür wir sein Geld ausgeben. Ich finde, dass es bei der OGS und damit für unsere Kinder und Familien gut und verantwortungsvoll eingesetzt wird“.

 

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