Verkehrsminister besichtigte A 33 Baustelle

Landesverkehrsminister Michael Groschek besichtigte am Dienstag, 7. August, die A 33-Baustelle in Bielefeld.

Neben Vertretern des Landesbetriebs Straßenbau NRW und der Bezirksregierung Detmold haben auch Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen, Bürgermeister Klemens Keller aus Borgholzhausen, Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann aus Halle und Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser den Minister begrüßt. An der Besichtigung nahm auch die Bielefelder Landtagsabgeordnete und Brackweder Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr teil.

Im Bielefelder Süden sind die Bauarbeiten für den Lückenschluss der A 33 2007 begonnen worden. Mit einer Verkehrsfreigabe des Abschnitts bis zum Ostwestfalendamm wird Ende 2012, spätestens Anfang 2013 gerechnet. Kopp-Herr setzte sich bei dem Termin auch für die Lösung der Verkehrsprobleme in Ummeln ein, wo die B 61 als Autobahnzubringer mitten durch die Gemeinde verläuft. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren für eine Umgehungsstraße.

Minister Groschek machte deutlich, dass der Bund im Haushaltsentwurf für 2013 eine Reduzierung der Mittel für Straßenneubau um 50 % vorsehe. Der Bundesverkehsminister setze sich zwar mit Unterstützung seiner Länderkollegen für eine Aufstockung des Etats ein, die abschließende Entscheidung obliege aber dem Deutschen Bundestag bei den für September terminierten Haushaltsplanberatungen. Es muss daher befürchtet werden, dass sich der Bau der A 33 weiter verzögert.

Der Abschnitt Bielefeld (ab Ostwestfalendamm) bis Steinhagen ist seit 2009 in Bau. Mit einer Verkehrsfreigabe wird kaum vor 2017 oder 2018 gerechnet. Mit dem Trassenbau soll 2015 begonnen werden. Insgesamt müssen bis dahin 20 Brücken gebaut werden. Derzeit sind erst sechs fertiggestellt.

Mit dem Bau des letzten Teilstücks Halle/Borgholzhausen soll nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts begonnen werden, sofern das Gericht den von der Bezirksregierung erlassenen 1200 Seiten umfassenden Planfeststellungsbeschluss, gegen den die Naturschutzverbände klagen, bestätigt. Es ist der umfassendste Planfeststellungsbeschluss, der im Zuge eines Autobahnbaus in Deutschland erlassen wurde. Die Gerichtsverhandlung ist für den 17. und 18. Oktober 2012 terminiert. "Ich rechne für diesen Abschnitt allein schon aufgrund der zahlreichen Brückenbauwerke und der notwendigen Verlegung der Haller Westumgehung mit einer Bauzeit von 10 Jahren", so Klaus Besser.

Bei dem Besuch des Ministers wollten sich weder dieser noch der Landesbetrieb auf Termine für den ersten Spatenstich in Halle und die Verkehrsfreigabe der drei Abschnitte festlegen lassen. Sie verwiesen auf die notwendige Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium.

Der Minister hat sich im Rahmen seines Besuchs auch über die in der Senne gebaute Grünbrücke informiert. Sechs vergleichbare Bauwerke sind auch für den 12 Kilometer langen Teilabschnitt Halle/Borgholzhausen planfestgestellt worden. Eine vergleichbare Dichte von Grünbrücken zur Verbindung bestehender Naturräume gibt es auf keinem anderen Autobahnteilstück in Deutschland.

Die Kommunen Steinhagen, Halle und Borgholzhausen drängen wegen der hohen Verkehrsbelastung auf der B 68 auf einen baldigen Lückenschluss. "Den Bürgerinnen und Bürgern ist außerdem eine jahrzehntelange Baustelle A 33 mitten in der Gemeinde nicht zumutbar", so Bürgermeister Klaus Besser. Derzeit führt der Bau der A 33 in Steinhagen zu Verkehrsbehinderungen auf der Queller Straße und der Bielefelder Straße. Die Lange Straße wird ab September für 1 1/2 Jahre wegen Brückenbauarbeiten vollständig gesperrt. Die Vollsperrung des Upheider Weges, ebenfalls für mehr als 12 Monate, soll Anfang 2013 zum Bau der dortigen Autobahnbrücke erfolgen. Weiterhin ist 2013 mit erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich Schnatweg zu rechnen.  

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